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Source: www.anisearch.fr/character/109262Alles fing damit an, dass plötzlich und unbemerkt Dinge verschwanden, z. B. Schokolade oder Brot. Fushihara waren in einem Monat ganze drei Onigiri abhandengekommen. Ihre Arbeitskollegin
Ryouko meinte, dahinter würde ein Geist stecken. Fushihara lachte. Es war jedoch nicht das erste Mal, dass sie hörte, dass es im Büro spuken soll …
Wenn es in ihrer Firma spät nachts wird, erscheint es. Ihr
Abteilungsleiter wälzte die ganze Arbeit auf sie ab. Es war schon 2:05 Uhr. Sie konnte nicht mehr und war am Ende. Dann hörte sie eine Stimme: »Geh weg …« Doch das ging nicht, denn sie musste den Abgabetermin einhalten! Dann stand es auch plötzlich auf ihrem Bildschirm: »Geh weg … « So konnte sie unmöglich weiterarbeiten, weshalb sie den Ursprung der Stimme gesucht hat. Es war der Geist eines kleinen Mädchens: das
kleine Gespenst! Wie süß Fushihara dieses doch fand! Das kleine Gespenst wollte ihr helfen, sodass Fushihara Feierabend machen konnte. Es massierte sie sogar, während es weiterhin »Geh weg …« zu ihr sagte. Das kleine Gespenst sagte, es würde sie traurig machen, wenn Fushihara sterben würde. Doch diese Antwort motivierte Fushihara noch mehr! Fushihara machte ihr den Vorschlag, dass sie bei ihr bleiben und ihr zusehen könne, denn so würde sie es vielleicht schaffen, bald zu gehen. Das kleine Gespenst war glücklich über diesen Vorschlag und nahm ihn an. Als das kleine Gespenst sich auf ihren Schoß setzte, wollte Fushihara jedoch gar nicht mehr aufstehen, so süß war das Geistermädchen. Als ihr kalt war, besorgte das kleine Gespenst eine Decke und etwas Warmes zu trinken für sie, in der Hoffnung, es würde ihr dabei helfen, schneller mit der Arbeit fertig zu werden. Als Fushihara fix und fertig war, wurde sie von dem kleinen Gespenst dafür gelobt, so fleißig gewesen zu sein. Das motivierte Fushihara so sehr, dass sie das Gefühl hatte, noch drei Tage durcharbeiten zu können!
Selbst als Fushihara krank war, wollte sie weiterarbeiten. Das kleine Gespenst meinte, sie würde sich noch irgendwann zu Tode schuften. In dieser Nacht nahm sie das kleine Gespenst mit zu sich nach Hause … und das wurde dann auch ihr zu Hause. In dieser Nacht erhielt Fushihara auch ihren neuen Spitznamen vom kleinen Gespenst: Frau Workaholic.
Fushihara ist sehr hilfsbereit. Sie meint, in einer Firma müsse man sich gegenseitig helfen. Ihre Hilfsbereitschaft und ihre Kompetenz führen jedoch dazu, dass sie ständig von ihren Arbeitskollegen belagert wird und so nicht zu ihrer eigenen Arbeit kommt. Das könnte zumindest einer der Gründe sein, warum sie immer bis spät nachts arbeiten muss.
Aus der Entfernung betrachtet, mag Fushihara wie eine motivierte Frau wirken. Sie arbeitet jedoch immer so hart, dass sie einmal dachte, sterben zu müssen. Sie dachte, selbst wenn sie nicht mehr da sein würde, würde sie ohnehin niemand vermissen. Es würde nur ein wenig Arbeit liegenbleiben. Ihr Leben bestand nur aus Arbeit und ein bisschen Schlaf. Sie wünschte sich jemanden, der ihr einen Grund zum Leben gibt. Dann könnte sie ihr Leben endlich genießen.
Fushihara mag ihren Job nicht besonders. Feierabend zu normalen Zeiten gibt es bei ihr nicht. Sie arbeitet bis spät nachts und ihr Vorgesetzter wälzt immer alles auf sie ab. Und das alles für einen Hungerlohn. Frei nehmen kann sie auch nicht. Sie fragt sich des Öfteren, warum sie sich das überhaupt antut. Einen besseren Arbeitgeber zu finden, dürfte aber noch mühsamer sein. Doch wenn es ihren Arbeitsplatz nicht gäbe, hätte sie das kleine Gespenst und die anderen niemals kennengelernt. Sie hätte ihre Gutmütigkeit nie erlebt. Darum bereut sie nichts. Und deshalb ist sie überglücklich.
Quelle: www.anisearch.de/character/109262