
CipherDoodEditeur
#1Dass man Kaya nun vorerst als Dienerin zu einer anderen Familie schickt, finde ich ehrlich gesagt richtig gut. Nicht nur, weil sie ein wenig den Blickwinkel ihrer Schwester kennenlernt, sondern weil es ihr allgemein helfen wird, ihren Horizont zu erweitern. Für mich war Kaya immer genauso ein Opfer der Erziehung ihrer Eltern wie ihre Schwester Miyo. Sie ist in einer kleinen Welt aufgewachsen, die ihr stets lehrte, dass ihr Verhalten absolut richtig ist, jetzt wird sie einmal die Kehrseite erleben und vielleicht daran wachsen.
Kouji kann man sicher einiges vorwerfen, besonders, dass er bei vielem nur tatenlos danebenstand, allerdings war auch er und seine Besuche, was Miyo nicht vollkommen zerbrechen ließ und jeglichen Lebenswillen aufzugeben.
Die Szene am einstigen Kirchbaum fand ich auch schön, als hätte die Mutter das letzte von ihr verbliebene an die Tochter weitergegeben, bevor sie für immer die Welt verlässt.
Abseits dessen ein schöner Auftakt in den zweiten Band, der uns schon zeigt, dass Miyo zwar die Saimori hinter sich hat, aber Frieden ist für sie wohl noch in weiter Ferne.
Handlung:
So erstaunlich es klingt, als Miyo erwacht, gilt ihre Sorge vorerst allen anderen und dem Anwesen der Saimori, als ihrer eigenen Gesundheit. Das Grundstück ist komplett niedergebrannt, die Saimori haben die meisten Diener entlassen und sind aufs Land gezogen. Kaya wird vorerst bei einer anderen Familie als Dienerin arbeiten, um ihren Horizont zu erweitern. Da die Vorfälle nicht publik gemacht wurden, erfolgt keine rechtliche Strafverfolgung, trotzdem muss der alte Tatsuishi abdanken und das neue Oberhaupt erklärt die Familie vorerst zum Vasallen der Kudou.
Auch wenn für Miyo das Anwesen der Saimori mit vielen schlechten Erinnerungen verbunden ist, gibt es auch einige schöne, besonders mit ihrer Mutter und der japanischen Kirchblüte, welche bei ihrer Hochzeit gepflanzt wurde, und deshalb will sie diesen noch ein letztes Mal aufsuchen. Dabei kommt es auch zu einem letzten Treffen mit Kouji, von dem sie sich verabschieden kann, bevor er sich zum Studium seiner Gabe in die alte Hauptstadt begibt.
Um ihrer Rolle als zukünftige Ehefrau von Kiyoka gerecht zu werden, will Miyo den Unterricht zur feinen Dame wieder aufnehmen, welchen sie einst in jungen Jahren gezwungen wurde aufzugeben, dabei helfen wird ihr die ältere Schwester von Kiyoka, Hazuki Kudou.
Allerdings gleichzeitig wird Miyo jede Nacht von ungewöhnlichen Alpträumen heimgesucht, und Kiyoka vermutet, dass die Usuba etwas damit zu haben, schlussendlich ist ihre Gabe die einzige, welche sich auf den Geist des Menschen auswirkt.
Als wäre dies nicht schon genug, kommt es zu einem Vorfall in der Grabstätte der Gabenträger. Das Siegel ist gebrochen, und die Geister vieler unglücklich gestorbener Gabenträger laufen frei umher.
Episode 7 – Meine ganz besondere Hochzeit



